Freitag, 1. November 2013

Neue Walfangsaison rückt näher

Im Dezember ist es meist wieder soweit. Jedes Jahr rücken hauptsächlich aus Japan, Norwegen und Island Harpunenschiffe und Frachter aus um sich auf die Jagd nach Walen in den Ozeanen zu machen.
Vornehmlich die Japaner sind dabei führend und erlegen noch immer pro Jahr hunderte der großen Meeressäuger.

Dabei gilt seit 1986 ein striktes Walfangverbot für den kommerziellen Walfang, das von der Internationalen Walfangkommision (IWC) in Kraft gesetzt wurde.
Allerdings beinhaltet dieses Verbot ein Schlupfloch, welches sich die oben genannten Nationen zunutze machen: Ein gewisser Anteil an walen darf zu wissenschaftlichen Forschungszwecken erlegt werden.
Seltsamerweise machen vor allem die Japaner keinen Hehl daraus dass das Walfleisch letztlich dann zum Verzehr unter die Leute gelangt.

Hinzu kommt das Walfleisch speziell in Japan als Delikatesse gilt und die Walfänger führen an es bestünde eine jahrhundertealte Tradition der Waljagd und da sie eine Inselnation seien wären sie auf die wichtigen Proteine aus dem Ozean angewiesen.
Da fragt man sich jedoch wie sie angeblich vor Jahrhunderten ihre Wale gejagt haben wollen? Möglicherweise war dies durchaus möglich, doch gewiss nicht in dem Umfang wie es heutzutage der Fall ist. Zumal die Wale damals mit Sicherheit in der Nähe des japanischen Hoheitsgewässers gejagt wurden und nicht wie es heute der Fall ist im südlichen Polarmeer.

Glücklicherweise gibt es aber auch erheblichen Gegenwind und nicht nur Schutzorganisationen wie die IWC oder die IFAW (International Fund for Animal Welfare), welche fest entschlossen ist den kommerziellen Walfang zu stoppen und den "wissenschaftlichen" Aspekt als Lüge zu entlarven, treten als Gegner des Walfangs in Erscheinung.
Auch Umweltschützer und Tierschutzaktivisten greifen weltweit ein um dem blutigen und meistens qualvollen Massaker Einhalt zu gebieten.

So auch die Aktivisten der SeaShepherd, die sich alljährlich aufmachen um aktiv gegen das Treiben der Walfänger im Südpolarmeer vorzugehen.
Inzwischen läuft auf diversen Fernsehsendern wie DMAX oder NATGeoWild eine Doku über die SeaShepherd in der der Kampf der Aktivisten gegen die Boote der japanischen Walfangflotte beschrieben und aufgezeigt wird.
Interessant ist in diesem Zusammenhang dass seit dem Start der SeaShepherd die Zahl der getöteten Tiere stark zurückging.
Im Jahr 2011 beispielsweise wollten die Japaner 900 Minkwale innerhalb der Walfangsaison töten, letztlich waren es nur 266. Natürlich noch immer viel zuviele aber es war ein Zeichen gegen den kommerziellen Walfang. Im darauffolgenden Jahr waren es dann nur noch 75 erlegte Tiere, die bis dahin niedriegste Zahl an getöteten Meeressäugern seit langer Zeit.
Teilweise musste die Walfangflotte ihre Bemühungen in den vergangen Jahren wegen heftiger Protestaktionen sogar vorzeitig abbrechen.

Hoffen wir das es weiterhin einen Rückgang bei der Anzahl der getöteten Tiere zu verzeichnen gibt und wünschen wir der Crew der SeaShepherd weiterhin viel Erfolg bei ihrem Kampf gegen diese Schlächter.


Quellen:
Artikel auf n-tv

Artikel auf bild.de

Kampagne der IFAW

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